Ist ihr Fundtier eine Katze oder ein Hund?

Lassen Sie bei einem Tierarzt oder im Tierheim die Chipnummer auslesen und suchen Sie diese über die Suchfunktion auf der Seite www.tasso.net


Sie haben ein Wildtier gefunden?

NICHT JEDES TIER BRAUCHT HILFE – WENN DOCH, DANN BITTE DIE RICHTIGE!

Bitte denken Sie vorher nach und erkundigen Sie sich (einige Tipps haben wir weiter unten aufgeführt), bevor Sie ein Tier „retten“ möchten und mitnehmen. Viele Tiere brauchen keine menschliche Hilfe!


 Hier Ihre Ansprechpartner...

Ansprechpartner

Telefonnummer

Kontakt zum örtlichen Tierschutzverein aufnehmen: Tierschutzverein (Tierheim) Bonn

0228 63 69 95

Tierrettung der Feuerwehr unter der Rufnummer:

112

Vogelauffangstation Eitorf (Wildvogelhilfe Rhein-Sieg):

0224 38 47 35 55

Notfälle bei verletzten Wildvögeln und Wildtieren - NABU:

0177 69 43 24 4

Igelnetzwerk BUND Rhein-Sieg-Kreis - Igelstation - (Beratung &Aufnahme)

0229 29 59 64 0

Igelnetzwerk BUND Rhein-Sieg-Kreis - Igelstation - (nur Beratung)

0224 77 41 44

Tauben Auffangstation Bonn-Dottendorf

0160 27 91 66 5


Bitte beachten Sie, dass wir auch einen Betrag für die Behandlung von Wild-/Fundtieren berechnen müssen.

Die Vergütung für tierärztliche Leistungen richtet sich nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Es ist grundsätzlich unzulässig, Gebühren unterhalb des Einfachsatzes des Gebührenverzeichnisses zu vereinbaren oder zu fordern.


Vögel

Wildvögel benötigen nur in seltenen Fällen menschliche Hilfe (auch Jungvögel)!

Für die Entscheidung, ob ein Jungvogel tatsächlich Hilfe braucht oder nicht, ist es wichtig zu wissen, ob es sich bei dem Findling um einen sogenannten „Nestling“ oder „Ästling“ handelt.

Nestlinge sind Vogeljunge, die erst wenige Tage alt sind. Sie sind noch nackt oder haben nur ein spärliches Federkleid. Findet man einen Nestling, so ist er vermutlich aus dem Nest gefallen. Das Jungtier sollte wieder dorthin zurück gesetzt werden, damit es weiter von den Vogeleltern versorgt werden kann.

Ästlinge sind fast flügge Jungvögel, die im Rahmen ihrer Entwicklung das Nest verlassen haben, obwohl sie noch nicht vollständig befiedert sind und somit noch nicht richtig fliegen können. Sie halten sich meist auf Zweigen in der Umgebung des Nestes auf und werden weiter von den Elterntieren gefüttert. Oft sind sie bei ihren ersten Flugversuchen „abgestürzt“, häufig aber nicht verletzt.

NICHT einfach mit bloßen Händen ANFASSEN! (am besten mit Handschuhen/Handtuch) Sie können die Jungvögel wieder an einen erhöhten und geschützten Platz (z.b. Ast) setzen und im Weiteren aber in Ruhe lassen! Die Entfernung vom Fundort sollte nicht mehr als 20 Meter betragen, damit sie von den Eltern wiedergefunden werden können.

Bei Gefahr flüchten die Jungtiere oftmals nicht, sondern verhalten sich ruhig und regungslos und erwecken damit den Anschein, verlassen und hilflos zu sein. Auch ihre völlig normalen Kontaktlaute werden von uns Menschen leicht missverstanden.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Elterntiere in der Nähe sind, sollte man sie aus ausreichender Entfernung beobachten. Oft wagen sich die Elterntiere nur nicht wegen den Menschen an die Jungvögel heran. Bitte handeln Sie nicht vorschnell! Erst wenn sich 1-2 Stunden kein Elterntier hat blicken lassen, kann man davon ausgehen, dass das Tier alleine ist.

Ausnahmen sind Gebäudebrüter (z.b. Mauersegler, Mehlschwalbe) und der Waldkauz. Der Waldkauz wird in der Dämmerung gefüttert, so dass er am Tag auch länger alleingelassen wird. Die Gebäudebrüter werden generell nicht mehr gefüttert, wenn sie aus dem Nest gefallen sind. Sie muss man ins Nest zurücksetzen oder an fachkundige Auffangstationen geben! In menschliche Obhut sollte man wirklich nur im Notfall sichtbar verlassene oder verletzte Vogeljunge nehmen!

Vögel mit offensichtlichen Verletzungen (offene Wunden, gebrochene Flügel etc.) brauchen spezielle fachliche Pflege. Wenden Sie sich hier an eine fachkundige Stelle wie einen Tierarzt oder den Jagdausübungsberechtigten.


Igel

Gefundener Igel wird mit Pipette gefüttert

Scheinbar hilflose Igel werden häufig im Herbst im eigenen Garten oder auf dem Gehweg gesichtet.

Die meisten der Tiere sind überlebensfähig, nur wenn sie kurz vor Beginn des Winters unter 500g wiegen oder bei Dauerfrost herumlaufen, benötigen sie Hilfe.

Zunächst können Sie Hunde- oder Katzenfutter oder ungewürztes Rührei, Hackfleisch hinstellen ohne das Tier einzufangen. Bitte keine Milch geben!

Bei einer offensichtlichen Verletzung des Tieres sollte man einen fachkundigen Tierarzt oder eine Igelstation kontaktieren.


Junge Feldhasen und Rehkitze

Hände weg von Junghasen und Rehkitzen!

Sie verweilen oft am Boden in einer geduckten Haltung, während die Mutter Nahrung sucht.

Vom Menschen berührt, werden sie nicht mehr angenommen; eine Aufzucht in Menschenhand gelingt äußerst selten!

Bei sichtbaren Verletzungen bitte den zuständigen Jäger oder einen fachkundigen Tierarzt aufsuchen!